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Gemeinsam mit seinem Kollegen Guido Déus besuchte Frank Rock MdL jetzt die Gottfried-Kinkel-Grundschule in dessen Wahlkreis in Bonn. Die Schule ist eine inklusive ganztätige Bildungseinrichtung, an der 300 Kinder mit und ohne Förderbedarf gemeinsam unterrichtet werden. Schulleiter Christian Eberhard, der auch Berater im Ganztag (BIG) bei der Bezirksregierung Köln ist, führte die Abgeordneten durch die Schule und erklärte das Konzept:

Die Gottfried-Kinkel-Grundschule zeichnet sich besonders durch ihr innovatives Personal- und Raumkonzept aus und legt einen besonderen Schwerpunkt auf die Einheit von Schule  und Offenem Ganztag. So arbeiten hier Lehrkräfte mit den  Erzieherinnen und Erziehern der OGS gleichberechtigt in multiprofessionellen Teams. Es gibt einen gemeinsamen Personalraum, die Räume sind multifunktional und stehen jedem jederzeit zur Verfügung. Die Schülerinnen und Schüler werden durch demokratisches und partizipatives Lernen zu hoher Selbständigkeit erzogen, zum Beispiel gibt es ein eigenes „Kinder-Parlament“ und auch politische Bildung wird schon in der Primarstufe angeboten.

„Einen vergleichbaren Weg bin auch ich in meiner 10-jährigen Schulleitertätigkeit gegangen. Die Grundschule wird zukünftig nur in enger Partnerschaft und auf Augenhöhe mit den Trägern der OGS stattfinden können, da beide Partner nicht ohne einander arbeiten können. Aus diesem Grund werde ich mich auch weiterhin für einen qualitativen Ausbau der offenen Ganztagsschulen einsetzen. Im neuen Haushalt werden von der Landesregierung mehr Plätze ermöglicht und jeder Platz wird mit 11 % mehr Zuschuss berücksichtigt“, erklärt der schul- und bildungspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion.

Den Sohn oder die Tochter früher aus der OGS abholen, um sie zum Fußballtraining oder zur Musikschule zu begleiten oder um pünktlich zu Omas Geburtstag zu kommen – viele Eltern wünschen sich flexible Betreuungszeiten für ihre Kinder. Ein neuer Erlass der NRW-Landesregierung für mehr Flexibilität in der offenen Ganztagsschule macht dies bereits seit einiger Zeit möglich.

Es gibt aber auch Alternativen zur OGS, mit der sich die Betreuungszeiten individuell gestalten und an die Arbeitszeiten der Eltern anpassen lassen. Zu diesem Zweck hat sich 2016 in Pulheim der Verein „SchülerFlex e.V.“ gegründet. Er bietet Übermittagsbetreuung an ausgewählten Wochentagen.

Der Landtagsabgeordnete Frank Rock hat die Elterninitiative jetzt besucht. „Ich bin positiv überrascht über das pädagogische Konzept und die klasse Möglichkeiten, die sich hier mit kindgerechten Räumen im City-Bereich von Pulheim bieten“, lobt der ehemalige Grundschulrektor.

Im Gespräch mit der Vereinsvorsitzenden Gudula Böckenholt wurde aber auch klar, vor welchen Herausforderungen „SchülerFlex e.V.“ steht. So ist der Verein zwar als Jugendhilfeträger anerkannt, nicht aber als OGS-Träger und erhält deshalb auch keinerlei Zuschüsse für seine gute Arbeit. Rock versprach, Zuschussmöglichkeiten zu erfragen.

Der schul- und bildungspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion betont:

„Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist für uns sehr wichtig und wir möchten passgenaue Angebote unterstützen ohne eine sozialistische Einheitsförderung. Darum haben wir den OGS-Erlass erarbeitet und an die Bedürfnisse der Eltern angepasst. Wir wollen Eltern die Möglichkeit geben, Ihre Kinder unter Begründung und rechtzeitiger Planung früher aus der OGS Betreuung herausnehmen zu können. Auch zum Thema Qualitätsoffensive werden wir uns in den nächsten Monaten intensiv auseinandersetzen. Ein guter Dreiklang aus Bildung, Erziehung und Betreuung ohne ein Gegeneinander ist mir sehr wichtig.“

Von „Kölsch für Kids“ bis „Zumba“

Zusammen mit NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer besuchte der schul- und bildungspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion Frank Rock MdL jetzt die Gemeinschaftsgrundschule in Brühl-Badorf.

Die Ministerin und der Landtagsabgeordnete tauschten sich mit der Schulleitung und der OGS-Leitung intensiv über die Praxis des Offenen Ganztags am Standort aus.

„Steigende Schülerzahlen bei gleichzeitigem Personalmangel – der Offene Ganztag steht vor großen Herausforderungen, bietet aber auch enorme Chancen für Schüler und Eltern. Wichtig ist eine funktionierende Kooperation zwischen Schule, OGS-Träger und Kommune. Wenn das klappt, klappt auch OGS – so wie hier in Badorf!“, ist Rock überzeugt.

Die OGS Brühl-Badorf nahm ihren Betrieb zum Schuljahr 2007/08 in einem eigens dafür errichteten Neubau auf. Heute werden hier 175 GrundschülerInnen in sechs Gruppen betreut. Neben Mittagessen und Hausaufgabenbetreuung bietet die OGS auch ein breit gefächertes Beschäftigungsprogramm von „Kölsch für Kids“ bis „Zumba“ an. Freier Träger des offenen Ganztags ist der Brühler Turnverein (btv) mit rund 10.000 Mitgliedern.

Die Teilnahme von Grundschülern am offenen Ganztag (OGS) in Nordrhein-Westfalen wird ab sofort flexibler. NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer setzte einen entsprechenden Erlass in Kraft.

OGS-Kinder können damit am Nachmittag auch an regelmäßigen außerschulischen Aktivitäten in Sportvereinen oder Musikschulen oder am herkunftssprachlichen Unterricht teilnehmen. Außerdem können sie sich in Kirchen und Jugendgruppen engagieren oder Therapien wahrnehmen. Auch rein familiäre Ereignisse sind künftig ein Grund, von der Teilnahme am offenen Ganztag zu entbinden.

„Der Erlass schafft Klarheit und Rechtssicherheit für Eltern, Schulen, Kommunen und Träger des offenen Ganztags. Ziel ist es, eine Balance zwischen dem Bedürfnis der Eltern und dem Anspruch der Träger auf Verlässlichkeit und Kontinuität zu finden. Bislang war bei einer Teilnahme an der OGS die Anwesenheit der Schüler in der Regel an fünf Tagen in der Woche bis 15 Uhr Pflicht. Das führte oft zu Streit mit den Eltern“, erklärt der schul- und bildungspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion Frank Rock.

In einer weiteren Änderung des Erlasses werden zum 1. August Fördersätze des Landes um sechs Prozent erhöht. Somit steigen die Haushaltsmittel für den offenen Ganztag um knapp 27 Millionen Euro auf 481 Millionen Euro in diesem Jahr. Die OGS-Plätze sollen um 8.000 auf rund 315.000 ausgebaut werden.