Beiträge

Klartext an Frau Beer zum Thema Inklusion

Nach meiner Rede zum Thema Inklusion hat die Kollegin Sigrid Beer eine Kurzintervention angemeldet. Diese erlaubt ein Statement von 90 Sekunden. Im Anschluss hat man selbige Zeit zum Antworten. Meine Antwort können Sie im kurzen Video sehen und hören.

 

Enttäuschung und Ernüchterung in der Inklusion
Eigentlich nicht nachzuvollziehen ist, dass die Grünen zum wiederholten Male die Inklusion zum TOP auf einer Plenarsitzung machen, da sie bei diesem Thema nur den Spiegel des eigenen Versagens der letzten 7 Jahre vorgehalten bekommen. Ein Kollege meinte dazu, dass das schon eine Art Selbstgeißelung grenze.
Die Enttäuschung der Schulen in den Jahren der rot-grünen Schulpolitik und vor allem die Auswirkungen waren so groß, dass die neue Landesregierung viel, viel Arbeit hat die Baustellen zu beheben und langsam im Sommer 2019 mit einem Paradigmenwechsel zur Inklusion mit einer Qualitätsoffensive startet.
Meine Stellungnahme und die Meinung der CDU Fraktion hier in diesem kurzen Film.

Nell-Breuning-Berufskolleg Bad Honnef / St. Ansgar Berufskolleg Hennef

Gleich zwei Berufskollegs für Jugendliche mit besonderem Förderbedarf besuchte der schul- und bildungspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Frank Rock, jetzt im Rhein-Sieg-Kreis.

„Berufskollegs sind eine wichtige Schnittstelle zwischen Schule und Beruf. Gerade auch Jugendliche mit Förderbedarf können hier nach der Schule in ihrer Entwicklung und Selbstbestimmtheit weiter unterstützt werden“, erklärt Rock.

Das Nell-Breuning-Berufskolleg in Bad Honnef ist eine Berufsfachschule für Wirtschaft und Verwaltung im Bereich körperliche und motorische Entwicklung. Es ist dem Haus Rheinfrieden angegliedert, einer sozialen Rehabilitationseinrichtung mit Internat für Menschen mit Behinderung. Insgesamt werden an der Schule 130 Schülerinnen und Schüler betreut. Mit Schulleiter Dr. Ingo Benzenberg diskutierte Rock vor allem Herausforderungen im Bereich der Schulbegleitung.

Das St. Ansgar Berufskolleg in Hennef ist eine Förderschule im berufsbildenden Bereich mit dem Schwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung. Gefördert werden verhaltensauffällige, lern- und entwicklungsbeeinträchtigte Jugendliche ab der 10 .Klasse, sowohl stationär als auch ambulant. Die Schule bietet unter anderem Ausbildungen in den Bereichen Holz- und Metalltechnik, Elektrotechnik, sowie Farb- und Raumgestaltung in eigenen Werkstätten an. Neben anderen Themen erörterte Frank Rock mit Schulleiter Heinz-Georg Diehl die unklare Zuordnung der Entwicklungsstörung Autismus im Förderschulbereich. Rock versprach auch, beim Ministerium für Kommunales  Zuschüsse für den Ausbau der Schulhoffläche in St. Ansgar zu erfragen.

„Um die Inklusion in NRW erfolgreich umzusetzen, müssen die Qualitätsstandards erfüllt werden. Vor allem müssen die notwendigen Rahmenbedingungen geschaffen werden, allen voran eine verbesserte Personal- und Raumsituation. Deshalb ist es für mich immer hilfreich, mir einen direkten Eindruck vor Ort zu verschaffen und Anregungen mit nach Düsseldorf zu nehmen“, so Rock.

Gemeinsam mit seinem Kollegen Guido Déus besuchte Frank Rock MdL jetzt die Gottfried-Kinkel-Grundschule in dessen Wahlkreis in Bonn. Die Schule ist eine inklusive ganztätige Bildungseinrichtung, an der 300 Kinder mit und ohne Förderbedarf gemeinsam unterrichtet werden. Schulleiter Christian Eberhard, der auch Berater im Ganztag (BIG) bei der Bezirksregierung Köln ist, führte die Abgeordneten durch die Schule und erklärte das Konzept:

Die Gottfried-Kinkel-Grundschule zeichnet sich besonders durch ihr innovatives Personal- und Raumkonzept aus und legt einen besonderen Schwerpunkt auf die Einheit von Schule  und Offenem Ganztag. So arbeiten hier Lehrkräfte mit den  Erzieherinnen und Erziehern der OGS gleichberechtigt in multiprofessionellen Teams. Es gibt einen gemeinsamen Personalraum, die Räume sind multifunktional und stehen jedem jederzeit zur Verfügung. Die Schülerinnen und Schüler werden durch demokratisches und partizipatives Lernen zu hoher Selbständigkeit erzogen, zum Beispiel gibt es ein eigenes „Kinder-Parlament“ und auch politische Bildung wird schon in der Primarstufe angeboten.

„Einen vergleichbaren Weg bin auch ich in meiner 10-jährigen Schulleitertätigkeit gegangen. Die Grundschule wird zukünftig nur in enger Partnerschaft und auf Augenhöhe mit den Trägern der OGS stattfinden können, da beide Partner nicht ohne einander arbeiten können. Aus diesem Grund werde ich mich auch weiterhin für einen qualitativen Ausbau der offenen Ganztagsschulen einsetzen. Im neuen Haushalt werden von der Landesregierung mehr Plätze ermöglicht und jeder Platz wird mit 11 % mehr Zuschuss berücksichtigt“, erklärt der schul- und bildungspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion.

Frank Rock zur Neuausrichtung der Inklusion in NRW:

Zu den von Schulministerin Gebauer vorgestellten Eckpunkten zur Neuausrichtung der Inklusion erklärt der schulpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Frank Rock:

„Die Schulen in Nordrhein-Westfalen wurden jahrelang mit der Umsetzung der Inklusion allein gelassen. Das hat nun ein Ende. Nach den Jahren des Chaos wird die Inklusion in unserem Land endlich in geordnete Bahnen gelenkt. Damit hält die NRW-Koalition Wort; nach jahrelangem Wildwuchs, fehlender Steuerung, Unterfinanzierung und Mangel an personeller Ressourcen in Zeiten von Rot-Grün. Für uns ist klar: Die Qualität der Inklusion muss steigen, wir definieren Standards, stellen die notwendigen Mittel zur Verfügung und ermöglichen den Schulen, ihre Inklusionskonzepte umzusetzen. In Zukunft werden Klassen, in denen Kinder mit Inklusionsbedarf lernen, mit zusätzlichem Fachpersonal unterstützt.

Gleichzeitig stärken und sichern wir die Förderschulen. Damit folgen wir dem Elternwillen, denn diese Schulform ist nach wie vor stark nachgefragt. Um dies zu erreichen, werden wir die Fördergrößen anpassen, um ein wohnortnahes Förderschulangebot zu sichern.

Wir lassen die Schulen nicht allein. Wir reden nicht nur von Inklusion, wir setzen sie um.“

Grünenantrag unnötig und ziellos!

Nach zwei sehr langen Plenumstagen in dieser Woche war der letzte Tagesordnungspunkte ein Antrag der Grünenfraktion zum Thema: Monitoring-Stelle für die Inklusion in NRW.
Ja, es wichtig den Inklusionsprozess begleiten und überprüfen zu lassen. Der Stelle aber vorzuschreiben, wann und wo Sie zu berichten hat, ist nicht unser Verständnis einer unabhängigen Stelle.

 

„Die Inklusion ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die uns solange beschäftigen wird, bis wir das Ziel erreicht haben, das anders sein normal ist“, so der schulpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion Frank Rock. Bei einem Rock LIVE Termin sprach er mit der Eva-Maria Thoms, 1. Vorsitzende der Elterninitiative mittendrin e.V., mit ihrem Vereinssitz in Köln-Sülz.

Kennengelernt hat der Landtagsabgeordnete den Kölner Verein bei einem von mittendrin e.V. ausgerichteten dreitätigen Kongress „Eine Schule für Alle. Inklusion schaffen wir“. Einige Eindrücke zu diesem Kongress finden Sie hier.

Eva-Maria Thoms machte im Gespräch deutlich, dass es natürlich um die Inklusion aller Kinder mit Behinderungen gehen soll. Ihr liegt am Herzen, dass die Kinder in ihrem sozialen Umfeld die Schule besuchen können und somit der Kontakt zu Freundinnen und Freunden in nächster Nähe möglich gemacht wird. Das Hauptanliegen für den Verein ist die Qualität der Beschulung von Kinder mit Beeinträchtigungen. Hier sieht Eva-Maria Thoms in der Förderschule – aber auch in den inklusiven Formen – erheblichen Handlungsbedarf. Ziel sollte es ihrer Meinung nach sein, nur die besten Pädagogen mit diesen Aufgaben zu betrauen, wobei die Auswahl und die Fortbildungen eine wichtige Rolle spielen würde.

„Das Gelingen der Inklusion wird in den nächsten Jahren davon abhängig sein, ob wir es schaffen, den Kindern mehr Bildung zukommen zu lassen, in dem wir die räumliche Grundlage schaffen, genügend Lehrerinnen und Lehrer zur Verfügung stellen und die Lerngruppen für die Inklusionsklassen deutlich reduzieren“, so Rock. Der CDU-Politiker sagte zu, die Anliegen des Vereins in die Arbeit in Düsseldorf mitzunehmen und den Austausch fortzuführen.

 

 

„Die Inklusion bedarf Zeit und personelle und sächliche Ressourcen“ 

CDU-Landtagsabgeordneter Frank Rock: „Die Inklusion an Regelschulen sollte weiterhin verfolgt und fortwährend umgesetzt werden. Dafür müssen jedoch zunächst die personellen, finanziellen und pädagogischen Voraussetzungen geschaffen werden.“

Die Förderschullandschaft in Nordrhein-Westfalen ist einem starken Veränderungsprozess unterworfen. Durch die rigide Politik der ehemaligen Landesregierung sind viele Förderschulen geschlossen worden. Im Norden des Rhein-Erft-Kreises hat die Caritas-Jugendhilfe-Gesellschaft mbH zum Schuljahr 2017/2018 den Ausbau ihrer Förderschule vorgenommen, denn die Nachfrage stieg erheblich, da die Förderschule der Kreisstadt Bergheim die Helen-Keller-Schule zum Sommer 2017 schloss. Der freie Schulträger bietet in der CJG Jakob-van-Gils-Schule die Förderschwerpunkte Lernen sowie emotionale und soziale Entwicklung zukünftig an zwei Standorten an. Die Schülerinnen und Schüler der Klassen 5-7 werden in Bergheim Zieverich und die Klassen 8-10 am neuen Standort in Bergheim-Niederaussem unterrichtet. Der neue Standort ist eigentlich auch der alte Standort, da die van-Gils-Schule Klassenräume der ehemaligen Helen-Keller-Schule von der Stadt Bergheim anmietet.

Gemeinsam mit den Kreistagskollegen Heidemarie Tschepe (Vorsitzende des Schulausschusses) und Achim Hermes hat sich Frank Rock vor Ort über die Schule informiert. „Eine tolle Schule mit engagierten Lehrkräften. Dennoch müssen wir die Herausforderungen der inklusiven Schullandschaft nochmals überdenken“, so der schul- und bildungspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion Frank Rock. Mit Schwerpunktschulen Förderzentren mit entsprechend ausgebildeten Pädagogen zu schaffen, sei seiner Meinung nach der bessere Weg, als das Gießkannenprinzip der abgewählten rot-grünen Landesregierung. „Wichtig ist „allen“ Kindern in einem inklusiven Schulsystem gerecht zu werden. Leider werden die Regelkinder in der Inklusion häufig nicht beachtet. Auch deren Rechte auf eine gute und individuelle Förderung dürfen wir nicht vergessen.“