Schülerinnen und Schüler, die am Reichenbach Gymnasium in Ennepetal die Erprobungsstufe nicht erfolgreich absolvieren und nach der sechsten Klasse abgeschult werden, haben ein Problem: Es gibt im Ort nur eine andere weiterführende Schule, die Sekundarschule. Die wird aber nur dreizügig geführt und bietet nicht genug Kapazitäten. Die Schülerinnen und Schüler müssen deshalb oft auf Nachbarkommunen ausweichen.

Der schul- und bildungspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Frank Rock MdL, diskutierte die schwierige Schulsituation jetzt vor Ort mit Bürgermeisterin Imke Heymann und weiteren Mitgliedern der Stadtverwaltung Ennepetal.

„Hier liegt ein strukturelles Problem vor. Die Schulformen Haupt- und Realschule sind in Ennepetal leider zu Beginn des Schuljahres ausgelaufen und die vor Jahren neu geschaffene Sekundarschule in Ennepetal an zwei Standorten, kann nicht alle Schülerinnen und Schüler aufnehmen. Die Schullandschaft mit nur zwei weiterführenden Schulen ist für eine Kommune mit rund 30.000 Einwohnern leider unzureichend. Hier hat man guten Gewissens vor einigen Jahren Entscheidungen getroffen, die jetzt überholt sind“, kritisiert Rock die schwierige Lage. „Ich verstehe, dass das zu Unmut bei allen Beteiligten führt. Wir müssen hier über innovative Alternativen nachdenken und vor allem müssen wir im Schulgesetz den neuen Herausforderungen Rechnung tragen und nicht starre Strukturen zementieren. Die Situationen und Probleme der Schulen in NRW sind eben sehr, sehr unterschiedlich“, so Rock.