Realschule muss in der Bildungslandschaft erhalten bleiben

Bei meinem Besuch in Frechen habe ich während meines Gespräch mit der Schulleiterin Frau Hardt und ihrem Stellvertreter Herr Porth eine außergewöhnliche Schule kennen lernen dürfen, die  sich seit Jahren über steigende Schülerzahlen freuen darf. Wurden in der Vergangenheit viele Realschulen in NRW durch eine ideologisch geprägte Bildungspolitik von Gesamtschulen geschluckt, erfreut sich die Realschule in Frechen größter Beliebtheit und ist fester Bestandteil Bildungslandschaft. Individuelle Förderung und vielfältige Angebote in der Binnendifferenzierung holen das Beste aus den Schülerinnen und Schülern heraus, weshalb sich die Nachfrage trotz wachsender Konkurrenz so positiv entwickelt. Neben Lernhilfen für leistungsschwächere Kinder gibt es spezielle Förderangebote für die Stärkeren. Auch das bilinguale Angebot in der Sprache Englisch bildet das Profil der Schule. Im letzten Abschlussjahrgang 2016 haben fast 60 % der Schülerinnen und Schüler die Qualifikation für die gymnasiale Oberstufe erreicht. Ich selbst war Schüler einer Realschule und bin erst nach der Mittleren Reife zum Gymnasium gewechselt, um dort mein Abitur zu machen. Ein Viertel der Abgänger schlossen an die 10. Klasse eine Ausbildung an und alle Kinder erhielten einen schulischen Abschluss. Hier in Frechen wird die Realschule von Schulleitung und Lehrkräften gelebt. Das spürt man, wenn man den Campus betritt und Frechen kann stolz sein, diese Vorzeigeschule ihren Bürgerinnen und Bürgern, ihren Eltern und ihren Kindern anzubieten. Einige hilfreiche Hinweise konnte mir das Schulleitungsteam mit nach Düsseldorf geben. Ich werde mich für den Erhalt der Realschulen in unserem Schulsystem stark machen, damit die personelle Gleichbehandlung gewährleistet wird. Ein Lehrerin in einer Realschule hat eine Unterrichtsverpflichtung von 28 Wochenstunden, eine Kollegin auf einer Gesamtschule nur 25,5, Stunden, obwohl beide eine gleiche Besoldung erhalten. Hier muss sich etwas ändern.