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Auf Einladung von ver.di in Bochum diskutierte der schul- und bildungspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion Frank Rock MdL über die Zukunft der Offenen Ganztagsschulen. Mit dabei war die Kollegin der FDP-Fraktion Franziska Müller-Rech.

Im intensiven Austausch mit über 50 OGS-Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern überwiegend aus dem Ruhrgebiet wurden die Notwendigkeiten und Probleme des Offenen Ganztags deutlich. Besonders das Platzangebot, der Fachkräftemangel, die Bezahlung und die Sicherung der Qualitätstandards wurden erörtert. Hier wünschen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein eigenes OGS-Gesetz, ähnlich dem Kinderbildungsgesetz(KiBiz) im Kita-Bereich.

„Die OGS ist in ihrer Qualität in den letzten Jahren gut entwickelt worden, aber noch nicht ausreichend. Aufgrund von jahrelanger verfehlter Politik haben wir noch viel zu tun“, so Rock.

Erste Maßnahmen hat die NRW-Koalition bereits getroffen: Schon seit Februar ist die Teilnahme am Ganztag flexibel gestaltet. Im Landeshaushalt wurden außerdem die Fördersätze für offene Ganztagsschulen um 6% erhöht und ab August werden 8000 neue OGS-Plätze im Land geschaffen.

„Wir haben schon im ersten Jahr für mehr Geld und mehr Plätze gesorgt. Wir halten Wort!“

Zu den Ankündigungen von NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer zu den Offenen Ganztagsschulen, erklärt der schulpolitische Sprecher der CDU-Fraktion Frank Rock:

„Ein wichtiger Schritt zu mehr Flexibilität im Offenen Ganztag ist getan. Die CDU-Fraktion begrüßt den Plan der Ministerin, schon ab dem kommenden Schulhalbjahr Ausnahmeregelungen festzuschreiben. Eltern können ihre Kinder dann für außerschulische Bildungsangebote, ehrenamtliche Tätigkeiten und auch für familiäre Belange aus der OGS nehmen. Das war immer eine klare CDU-Forderung. Um den Dialog mit den Eltern und den Trägern erfolgreich zu führen, geht allerdings Sorgsamkeit vor Schnelligkeit. Daher stimmen wir mit der Landesregierung überein, was die Umsetzung des zweiten Schrittes angeht, nämlich die Erarbeitung verbindlicher Flexibilitätsregeln.

Wir sind guten Mutes, dass am Ende dieses Dialogs  Rechtssicherheit für Träger und Eltern steht und es zum August 2018 eine Neuregelung des Erlasses gibt, der das Modell „Offener Ganztag“ an die Herausforderungen dieser Zeit anpasst. Damit wird dann sowohl dem Wunsch der Eltern nach mehr Flexibilität Rechnung getragen, als auch dem der Träger nach verbindlichen Regelungen. Am Schluss des Prozesses steht die Erarbeitung neuer Qualitätsstandards, was nach unserer Ansicht ebenfalls dringend notwendig ist.“