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Gerne folgte Frank Rock der Einladung von Geschäftsführer Kai Jüde-Marwedel und besuchte die Michaeli Schule in Köln. Die Michaeli Schule ist eine Freie Waldorfschule mit inklusivem Schulkonzept.

Neben einem Rundgang durch die 2016 neu gebaute und modern gestaltete Schule, folgte die Teilnahme am Physikunterricht der Klassenstufe 11 mit einem Versuch zur Leitfähigkeit von Glas bei Erhitzung. Anschließend trafen sich Rock, Jüde-Marwedel, eine Lehrkollegin und zwei Vertreter anderer Waldorfschulen zu einer Gesprächsrunde. Dabei wurde sich vor allem zum Thema Ersatzschulverordnung sowie über die Einschränkungen, die mit dieser einhergehen, ausgetauscht.

„Die Ersatzschulverordnung stellt enorme Hürden für die Personalbeschaffung dar und macht es so beispielsweise Quereinsteigern schwer, in Waldorfschulen zu arbeiten. Hierfür bedarf es größerer Freiheiten bei der Auswahl des Personals. Ebenso bedarf es einer sicheren Finanzierung. Auch Hürden bei der Auswahl von Schulleitern sollten abgebaut werden“, erklärt Rock. Neben den Herausforderungen wurden aber ebenso konstruktive Vorschläge zur Verbesserung und gleichzeitigen Qualitätssicherung eingebracht.

„Die Michaeli Schule hat ein tolles innovatives Schulgebäude und bietet ein gutes Schulangebot im Kölner Westen. Das pädagogische Konzept ergänzt unsere Schullandschaft hervorragend und die gute Nachfrage bestätigt dies auch. Individuelle und inklusive Förderung steht hier im Vordergrund“, so Rock.

Hintergrund:

Die Michaeli Schule beschult 300 Schülerinnen und Schüler in 12 Klassen. Die Klassenstärke umfasst maximal 25 Kinder, die von zwei Lehrkräften unterrichtet werden. Die pädagogische Arbeit basiert auf dem von Rudolf Steiner Anfang des 20. Jahrhunderts entwickelten Lehrplan. Noten werden nicht vergeben. An der Michaeli Schule sind alle Schulabschlüsse möglich. Die Kinder bleiben bis zur 12. Klasse zusammen auf der Schule und haben anschließend die Möglichkeit, an einer Partnerschule in Erftstadt die allgemeine Hochschulreife zu erwerben. Die Michaeli Schule ist eine sogenannte Ersatzschule in freier Trägerschaft.

 

 

„Solch eine Beratungseinrichtung hätte ich mir gerne in meiner Studienzeit gewünscht“,  schwärmt der ehemalige Lehrer und Schulleiter Frank Rock nach seinem Besuch im Zentrum für LehrerInnenbildung (ZfL) der Universität zu Köln. Dort informierte sich der  schulpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion jetzt über die Besonderheiten des Kölner Lehramtsstudiums.

Ein Schwerpunkt des Austauschs waren die Praxisphasen im Lehramtsstudium. Sie gehören zu den größten Neuerungen, die 2011 im Zuge der Reform der Lehramtsausbildung und der Umstellung auf die gestuften Studiengänge Bachelor und Master eingeführt wurden. Sie haben zum Ziel, Studierende von Beginn ihres Studiums an mit ihrem Berufsalltag vertraut zu machen. Diesen Aufgabenbereich bediente das ZfL-Team  in den letzten Jahren mit kontinuierlicher Beratung der Studierenden, der Implementation innovativer Lehr- und Lernformate, der Schaffung eines gemeinsamen Netzwerkes mit den Ausbildungsschulen und dem Aufbau einer Graduiertenschule.

Weiterhin informierte sich Rock über internationale Studienmöglichkeiten, unter anderem über das Programm „internships@schoolsabroad der Universität zu Köln. Lehramtsstudierende können über das Programm ein Praktikum an einer Partnerschule im Ausland absolvieren. Thema war auch die stärkere Digitalisierung des Lehramtsstudiums. Hier bieten die Zentren für LehrerInnenbildung der Universitäten Bielefeld, Bochum, Dortmund, Duisburg-Essen, Münster und Köln seit Herbst 2017 digitale Lehrangebote über die Online-Plattform „digiLL_NRW“ an.

Die Zentren für LehrerInnenbildung wurden im Jahr 2011 landesweit in allen elf Lehramtsstudienorten  in NRW gegründet. Das Kölner Zentrum ist deutschlandweit das größte dieser Art. Insgesamt arbeiten dort fast 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Voll- und Teilzeit. Viele davon sind auch studentische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich im Rahmen ihres Studiums in der Beratung oder in der Projektarbeit einbringen. „Vor allem die Projektarbeit,  die zum größten Teil an der Schnittstelle zwischen Uni, Seminaren und Schulen entwickelt wurde, ist vorbildlich“,  lobt  Rock. In Köln sind über 14.000 Lehramtsstudierende eingeschrieben, die alle über das ZfL betreut und beraten werden.

„Das ZfL versteht sich als Dienstleister für die angehenden Lehrerinnen und Lehrer. Und das ist klasse! Denn gerade in der jetzigen Zeit, in der Lehrermangel herrscht und wir durch die von der  Schulministerin initiierte Lehrerkampagne junge Menschen für den Lehrerberuf begeistern möchten, sind diese Beratungseinrichtungen ein ganz wichtiger Baustein. Toll, dass in Köln ein hochmotiviertes Team seine Arbeit verrichtet“, freut sich Rock.